Bericht zur Sommerschule “Botanisch-ornithologisches Feldpraktikum (von Jana Fucks)

Bericht zur Sommerschule “Botanisch-ornithologisches Feldpraktikum 2012 von Jana Fucks 22.08. – 07.09.2012

 

Der Baikalsee sieht jeden Tag anders schön aus. Davon konnte ich mich auf der Sommerschule überzeugen, da unsere beiden Zeltplätze in direkten Nähe des Baikals waren.

Besonders in Sarma, dem ersten Ort, hatte man zusätzlich das Gefühl, in den Bergen zu sein, da wir direckt auf einen Gebirgszug blickten. Dennoch umschwirrte uns larus argentatus, also die Silbermöwe. Das Zeltlager lag sehr malerisch zwischen Bäumen am Fluss Sarma. Etwas weniger sanft war der Wind, der unsere Zelte zum Schlacken brachte. Warme Kleidung und Schlafsäcke waren sehr nötig!

Alle Exkursionen veranschaulichten das, in was wir vorher im gelben Gemeinschaftszelt theoretisch eingeführt worden waren: die botanische Vielfalt der Region, die Vogelwelt (leider waren viele Zugvögel wegen der in diesem Jahr frühen Herbstes schon nach Süden gezogen) sowie kulturelle und geographische Besonderheiten der Region.

In Bezug darauf erinnere ich besonders die Wanderung auf einen Berg in der Nähe von Sarma, bei dem ich die Veränderung der Vegetation, abhängig von der Höhe sowie der Anrichtung der Hänge, beobachten konnte. Auβerdem war der Blick von oben – nach vorne auf den Baikalsee und die Baikalinsel Olchon und nach hinten in die Schlucht des Sarma-Flusses und den dahinterlegenden Gebirgszug – unvergesslich.

Das Team der Sommerschule hat uns zu ganz unterschiedlichen Plätzen geführt an die wir sonst wohl nie gekommen wären: das Plateau der Tascheransteppe, die Sarma-Schlucht, die Berge um Bolschoje Goloustnoje. Neben den komplexen und interessanten Vorträgen und Erklärungen während der Exkursionen empfand ich die interdisziplinär zusammengesetzte Gruppe als bereichernd.

So konnten uns die Geologinnen Gesteinsschichten und –orten erklären, die Umweltwissenschaftler und Biologin waren bei anderen Tagen zur Stelle und die des Russischen Mächtigen waren wichtig für alltägliche Situationen unterwegs.

Neben der Vergröβerung meines Wissens in Bezug auf die Pflanzenwelt, Ornithologie und Ökologie habe ich auβerdem mein Russisch entscheidend verbessern können. Dank der vielen Russisch-Stunden bei unserer Lehrerin Zhenia, die es schaffte, einen Anfänger- und Fortgeschrittenenkurs zu leiten, sowie der zweisprachig geführten Vorträge und Exkursionen habe ich sehr viel dazugelernt. Mir hat der Facettenreichtum und die Abwechslung am meisten gefallen, sowie die gute Atmosphäre zwischen dem Team und den Teilnehmenden.

Es war eine intensive Zeit – ganz nah an der Natur, mir vielen neuen Menschen. Was ich anders gemacht hätte? Eine Gitarre für die Abende am Lagerfeuer sollte zur Grundausstattung gehören.

Ein Lied habe ich allerdings auch ohne Gitarre gelernt – eine Hymne auf den Baikal : Славное море, священный Байкал!

 

  • Автор: Jana Fucks
   
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