Bericht zur Sommerschule “Botanisch-ornithologisches Feldpraktikum (von Anneke Schaardt)

Bericht zur Sommerschule “Botanisch-ornithologisches Feldpraktikum 2012 von Anneke Schaardt 22.08. – 07.09.2012

 

Russland, ein Land so unglaublich weit,

der Baikalsee, groβ wie ein Meer.

7 Stunden verschiebt sich die Zeit.

Nicht sehr viele kommen hierher.

Eine Sommerschule so weit fort.

2 Wochen in Zelten verbringen,

an einem wunderschönen Ort.

Lernen, erleben, am Feuer singen.

Im Fluge verging die Zeit,

doch manche Tage waren lang.

Oftmals liefen wir recht weit

Hörten so manchen Vogelgesang.

Passer montanus sahen wir im Feld

Sowie über 40 weitere Arten.

Dies sind nur 10% der Baikalwelt

Auf den Rest müssen wir bis zum Frühling warten.

Der Herbst kam früh in diesem Jahr

Und hat bunte Farben mitgebracht

Doch vertrieb er die groβe Vogelschar

So mancher hat sich schon nach Süden aufgemacht.

Wir liefen am Fluss und durch die Steppe,

genossen die vielfältige Region,

bestimmten Pflanzen und Vögel um die Wette,

Spiele waren des Besten Lohn.

Nucifraga caryoca saβ auf einem Berg,

den wir mit Anstrengungen erklommen.

Von so weit sah unser Bus aus wie ein Zwerg.

Beim Abstieg sind wir knapp dem Regen entkommen.

Sarma-Winde und rauschende Bäume

Bescherten uns unruhige Träume

Oder haben uns ganz den Schlaf geraubt

Sowie pica pica gerne Silber klaut

Jeden Tag hatten wir eine Russischstunde

Als Anfänger lerneten wir die Grundlagen,

weiter ging es mit Botanik-, Vogel- und Landeskunde

da stellten wir so manche Fragen.

Ein wichtiger Punkt ist auch das Essen,

das sollte man hier auch nicht vergessen.

Am morgen gab es stetts einen Brei.

Alles wurde auf dem Feuer gekocht.

Rot und Keckse waren bei jeder Mahlzeit dabei.

Die vielen Suppen hat nicht jeder gemacht.

Bei seltenem Bade im hohlen Nass

Welches wir im Fluss oder Baikal nahmen

Sahen wir sylvia curuca, die Fliegen fraβ

Oder motacillae albae die vorbei kamen

Kommen Pflanzen hierzu kurz, liegt es darum,

dass ich Vogelnamen nun mal besser kann.

Unsere Freizeit verbrachten wir mit so manchem Spiel

Frisbee, Volleyball, Kniffel und noch mehr.

Auch redeten, lasen und sangen wir viel

So was das zu Bett gehen manchmal schwer.

Nun sind die Tage bereits vergangen,

Feldsperlinge, Tannenhöher, Elstern und Klappergrasmüchen

Werden wir am Baikal nicht mehr fangen

Und keine Bachstelzen sehen, von hölzernen Brücken.

Zurück geht es in die Zivilisation,

eine Dusche, ein Bett und vieles mehr.

Ich vermisse den Baikal jetzt schon,

und komme sicherlich mal wieder her!

 

  • Автор: Anneke Schaardt
   
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