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 "Sommerschule zum Schutz von Natur und Ökologie des Baikalsees"

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03.08. – 20.08.2018

ab 950,00 Euro

Die Sommerschule richtet sich in erster Linie an Studenten und  Wissenschaftler der Fachrichtungen Geographie, Ethnologie, Slawistik, Biologie,  Bodenkunde, Geologie, Hydrologie, Landschaftsarchitektur, Landespflege, Umweltschutz,  Geooekologie, Forstwissenschaften, Wasserwirtschaft und verwandter Richtungen. 

Fuer Studenten deutscher Universitaeten besteht die Moeglichkeit beim Deutschen Akademischen Austauschdienst ein Stipendium im Programm Go East Sommerschulen zu erhalten. Die Exkursionen werden auch als Weiterbildungsmassnahmen  vom Finanzamt anerkannt und die Kosten sind steuerlich absetzbar.

baikal

Der Baikalsee befindet sich in Ostsibirien, inmitten des asiatischen Kontinentes in der südlichen Taigazone. Seine Länge beträgt 636 km, die Breite schwankt zwischen 27 km und 81 km. Die Küstenlinie hat eine Länge von etwa 2000 km. Mit einer Fläche von 31500 km2 belegt der Baikal derzeit Platz 7 in der Liste der weltgrößten Binnengewässer. Der Baikal beherbergt mit 23000 km3 etwa ein fünftel der nicht gefrorenen Süßwasserreserven der Erde. Die Oberfläche des Baikal liegt 456 m über dem Meeresspiegel. Er hat eine maximal Tiefe von 1642 m und eine mittlere Tiefe von 730 m, und ist damit der tiefste See der Welt. 

Die Baikalregion gehört zum Florenreich der Holarktis und zur borealen Florenregion der Taiga. Die zirkumpolare boreale Region ist gekennzeichnet durch immer- bzw. sommergrüne Nadelwälder. Es handelt sich dabei um das kalt-gemäßigte Zonobiom mit langen, kalten Wintern und kurzen, kühlen Sommern. In diesem kontinentalen Klima beträgt die Vegetationsperiode nur 3-4 Monate. Die meist geschlossenen Wälder werden polarwärts immer lichter. Neben den Taigawäldern weist die Baikalregion auch kleinflächig auf trockenen Standorten Steppen auf. In Auen und Flußdeltas sind Moore anzutreffen. Diese Vielfalt an Landschaften beherbergt eine artenreiche Flora und Fauna. Aufgrund der geringen Besiedlung durch den Menschen sind hier Braunbären, Luchse, Wölfe und zahlreiche Vogelarten anzutreffen.

Für die Durchführung des Praktikums wurden Orte gewählt, die am besten die biologische und landschaftliche Vielfalt des Baikalsees, die Umgebung des Sarmadorfes (der mittlere Teil der Nordwestküste des Baikalsees) darstellen. Der Ort, der am Baikalsee wie "Sarma" genannt wird, liegt am kleinen Meer gegenüber der Olchoninsel und zählt als eines der malerischsten. Deshalb wollen viele Touristen dieses Gebiet des Baikalsees besuchen. Aus der Sicht der botanischen und zoologischen Ausflüge ist dieses Gebiet unübertroffen,weil es auf einer relativ kleinen Fläche sich praktisch alle biotopischen Vielfälte des Beikalsees befinden. Hier wurden mehr als 800 Pflanzenarten und 300 Vogelarten fixiert. Die Studenten haben die Möglichkeit die Flora und Fauna der Steppen, Weiden, Gesträucher, verschiedenen Wälder und Berglandschaften kennenzulernen. Der Ort ist an minimaler Menge von Niederschlägen bekannt, was nicht weniger wichtig für die Bekanntschaft mit Natur ist. 

Die Unterbringung ist am Unterkunftplatz der Irkutsker Universität geplant, der sich am Ufer des Flusses Sarma, 1,5 km vom Ufer des Baikalsees entfernt, befindet. Der Unterkunftplatz ist mit einer Dusche, Licht, warmen und trockenen Räumen ausgestattet. Die Lage des Camps ermöglicht es, die meisten Ausflüge zu Fuß durchzuführen. Auch sind längere Ausflüge zu den interessantesten Orten aus Sicht der Einzigartigkeit der Natur mit Transport geplant.